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Religiöse Symbolik

Zu den grundlegenden Irrtümern der Wissenschaft gehört es, der Religion keinen Realitätsbezug zuzugestehen. Es gibt im Kontext der Wissenschaft absolut nichts, worauf sich die Inhalte der Religion beziehen könnten. Wenn man aber einfach nur mal seinen gesunden Menschenverstand bemüht, dann ist es mehr als unwahrscheinlich, dass sich Menschen über Tausende von Jahren hinweg mit etwas beschäftigt haben, das überhaupt keinen Realitätsbezug hat. Immerhin gehörten zu diesen Menschen unter anderem auch Leonardo da Vinci, Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und viele weitere, deren geistige Leistungen auch nach heutigen Maßstäben absolut außergewöhnlich sind.

Tatsächlich ist das ein Zeichen für die Begrenztheit der Wissenschaft, die nur einen Teil der Realität überhaupt sieht: die Materie und ihre Gesetzmäßigkeiten. Die Begrenztheit der Wissenschaft entspricht der Begrenztheit des rationalen Verstandes. Der Verstand ist ein Werkzeug zum Erkennen, Verarbeiten und Anwenden von Gesetzmäßigkeiten. Er würde die Gesamtpsyche eigentlich mit dieser Fähigkeit bereichern, aber er hat im Laufe seiner Entwicklung die Gesamtpsyche verdrängt und sich selbst als einzigen funktionierenden Teil übriggelassen. Die Folge ist eine extrem reduzierte Sicht auf die Realität. Genauer gesagt entgeht dem rationalen Verstand der wichtigste Teil der Realität mit jener Energie, welche

Die rationale Begrenztheit zieht sich durch alle Ebenen der menschlichen Existenz:

Realitätmateriellnicht-materiell
WeltsichtenWissenschaftReligion, Mythologie, Weisheitslehren
Psycherationaler Verstand: Denkennicht-rationale Teile der Psyche: Gefühle, Intuition, Instinkt, Kreativität, Spontanität, Lebenssinn, "Bauchgefühl", "Herz"
Problemlösungquantifizierbare, überschaubare Probleme durch Anwendung von Gesetzmäßigkeitennicht-quantifizierbare Probleme, Komplexität, Kontinuität, Wertevielfalt
Kausalitätenmateriellnicht-materiell
Wahrnehmungäußere Wahrnehmung durch die 5 Sinneinner-psychische Wahrnehmung
Erkenntnis­prinzipwissenschaftlicher Beweisnicht-rationale Erkenntnis
Verhaltens­prinzipienGesetzmäßigkeitenAbsicht
Verhalten verstehenleblose MaterieLebewesen
Verhaltens­steuerungKoordination zu gesetzmäßigen KausalitätenKoordination zu nicht-gesetzmäßigen Kausalitäten (z.B. Ernährung, Sex)

Die Religion bezeichnet diese Fehlentwicklung als Sündenfall: Durch den Verzehr der verbotenen Frucht vom Baum der Erkenntnis wurde der Mensch von Gott getrennt und fiel aus dem Paradies heraus.

Durch den Sündenfall entkoppelt der Verstand das Verhalten vom inner-psychischen Potential. Die Koordination der Teile geht dadurch verloren und damit auch das Gleichgewicht des Gesamtsystems. Stattdessen entsteht Egoismus: der Einzelne maximiert seinen persönlichen Vorteil auf Kosten anderer Teile und des Gesamtsystems.

Aus dem Fehlverständnis der Kirche heraus, welche die Religion immer mehr auf eine falsch verstandene Nächstenliebe reduziert und auch als Ersatz für echten Lebenssinn haben sich diverse Formen von Pseudo-Sinnsuche gebildet, welche dem Einzelnen zwar das Gefühl geben, dem Ganzen zu dienen, tatsächlich aber das Ganze ebenfalls zerstören, weil ihre rein rationale Grundlage die wesentlichen Zusammenhänge nicht erkennt. Ein rational konstruierter Sinn kann das inner-psychische Potential nicht ersetzen - egal wie überzeugend richtig er auf rationaler Ebene auch erscheinen mag.